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Nachrichten vom Strommarkt


Karte zur Nutzung von Photovoltaik in Osnabrück



    

"Dächer, die sich eignen, sollten Solarenergie sammeln"

Visionärin Martina Klärle hat Osnabrück vermessen, wie es Energie gewinnen kann.

Die Geoinformatikerin Prof. Martina Klärle sagt, dass man 70 % des Strombedarfs Osnabrücks decken könnte, wenn alle Dachflächen, die gut für Photovoltaik-Anlagen geignet sind, genutzt und  mit diesen bestückt werden, um Solarstrom zu gewinnen. 20 % der Stadt eignet sich für Solarenergie, ergab ihre Vermessung. Eine Ausbeute von 100 Prozent hätte man sogar im ländlichen Gebiet. 

Die Entwicklung einer interaktiven Stadtkarte für das Internet ist das Ergebnis der engen Zusammenrbeit zwischen Martina Klärle und der Stadt Osnabrück. Jeder Osnabrücker Privathaushalt kann somit selbst überprüfen, wie viel Strom über eine Photovoltaiknutzung erzeugt werden könnte,  wie viel Kohlendioxid der Haushalt so einsparen könnte und ob sein Dach dafür in Frage kommt.

Die Daten wurden durch Vermessungsflüge geliefert. Somit konnte der Schattenfall eines jeden Schornsteins in die Nutzungskarte von den Wissenschaftlern eingerechnet werden. Die Dächer müssen mindestens eine Fläche von 20 Quadratmeter für die Solaranlage haben. 

Die Software ermöglicht es, für jedes Dach Größe, Form, Neigung, Ausrichtung und Verschattung vollautomatisch zu berechnen und damit dessen solarenergetisches Potenzial zu ermitteln.

Neben Braunschweig ist Osnabrück die einzige niedersächsische Stadt, die derartige Daten flächendeckend besitzt und für das Forschungsprojekt zur Verfügung gestellt hat.

Martina Klärle schildert: "Im privaten Bereich wird im Internet das Ganze zur Verfügung gestellt. Wo es große, sehr gut geeignete Dachflächen gibt, wird die Stadt auf diese Eigentümer zugehen, so dass Dächer, die mehrere tausend Quadratmeter haben, auch wirklich mit Photovoltaik-Anlagen bestückt werden." Eine Photovoltaik-Anlage würde sich laut M. Klärle ökologisch nach 1 Jahr und ökonomisch nach 10 Jahren rechnen. Die Kosten für Solarenergie in Osnabrück lägen bei drei Milliarden Euro. In vollem Gange ist die Ausstattung mit Photovoltaik-Anlagen bereits auf den Dächern öffentlicher Gebäude.

Wie man solche Projekte finanziert und für wen eine Bestückung mit dieser Anlage nutzvoll ist, könnte durch den Gesetzgeber vorgeschlagen werden.

Derzeit stammt in Deutschland weniger als ein Prozent der Stromproduktion aus der Photovoltaik. Die Energiequelle der Zukunft ist die Sonnenenergie. Der Hauptteil unseres Energiebedarfs könnte mit ihr abgedeckt werden.

 Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterHier finden Sie die Karte der Dachflächen von Osnabrück mit Ihren Eigenschaften zur Eignung von Photovataikanlagen. 







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