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Lexikon zu Thema Strom

Stromlexikon von A bis Z

Alphabetische Auswahl:  A B C D E F G H I J K L M N O P R S T U V W Y Z Ü Ö 0-9

 

Stromlexikon  A...

Abwärme

Bei der Stromerzeugung zwangsläufig entstehende Wärme, die bei Großkraftwerken
(z. B. Atom- und Kohlekraftwerken) ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird. Bei sog. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (-> Kraft-Wärme-Kopplung) wird diese Wärmeenergie weitergeleitet und zu Heizzwecken oder in industriellen Prozessen weiter verwendet.
 

Agenda 21

Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert, das von mehr als 170 Staaten bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Juni 1992 verabschiedet wurde. Es gilt sowohl für Industrie- als auch Entwicklungsländer und sieht die Integration von Umweltaspekten in alle anderen Politikbereiche vor. Das bedeutet vor allem: Schutz der Ressourcen, soziale Gerechtigkeit, nachhaltige Wirtschaftsweise und globale Verantwortung. Konkrete Umsetzung erfährt die Agenda 21 u. a. in der internationalen und nationalen Klima- und Energiepolitik sowie in der finanziellen und technologischen Zusammenarbeit von Industrie- und Entwicklungs- ländern. 

 
Arbeitspreis

Der Strompreis setzt sich in der Regel aus dem (fixen) Grundpreis und dem Arbeitspreis zusammen. Der Arbeits- oder Verbrauchspreis gibt an, was eine Kilowattstunde Strom kostet. Er wird in Cent pro Kilowattstunde berechnet und auf der Stromrechnung separat ausgewiesen. 

Atomenergie / Atomstrom 

In Atomkraftwerken erzeugter Strom.

Atomkraftwerk 

Kraftwerk, in dem Strom durch Kernspaltung erzeugt wird. Bei der Spaltung von Uran-Atomkernen wird Wärmeenergie freigesetzt, die zur Dampf- und anschließend zur Stromerzeugung genutzt wird. Dabei entsteht radioaktive Strahlung, die bei Störfällen im Kraftwerk in die Umwelt gelangen und dort erhebliche Schäden verursachen kann. Die Entsorgung der atomaren Abfälle, die aus dem Stromerzeugungs-Prozess resultieren, ist bis heute nicht geklärt. 

Stromlexikon  B...

Biomasse

Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen oder Tierexkrementen. Stromerzeugung aus Biomasse trägt nicht zum Treibhauseffekt bei, da durch das Nachwachsen der Biomasse genau die Menge an CO2 aus der Atmosphäre gebunden wird, die bei der Verbrennung wieder freigesetzt wird. Biomasse ist gespeicherte Sonnenenergie (->CO2).

Blockheizkraftwerk

Kraftwerk, bei dem die Generatoren durch Verbrennungsmotoren oder Turbinen angetrieben werden und die anfallende Abwärme für Heiz- oder industrielle Zwecke weiterverwendet wird. Blockheizkraftwerke haben gegenüber konventionellen Kraftwerken einen erheblich höheren Wirkungsgrad.

Braunkohle

Kohle mit niedrigem spezifischen Energiegehalt. Bei der Verbrennung von Braunkohle sind aufwändige Reinigungen der Rauchgase erforderlich. Die CO2-Belastung für die Umwelt ist aufgrund des hohen Kohlenstoffgehalts sehr hoch.

Braunkohlekraftwerk

Kraftwerk, in dem elektrischer Strom durch Braunkohleverbrennung gewonnen wird. 

Braunkohleschutzklausel

Die so genannte Braunkohleschutzklausel besagt, dass in den neuen Bundesländern mindestens 70 Prozent des Stroms aus der Braunkohle gewonnen werden muss. Bis zum 31. Dezember 2003 können Netzbetreiber in den neuen Bundesländern den Netzzugang für Strom aus den alten Bundesländern mit Verweis auf diese Klausel verweigern. 

Stromlexikon  C...

CO2

Chemische Formel für Kohlendioxid. CO2 entsteht bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl oder Erdgas. Je höher der Kohlenstoffanteil im Brennstoff, desto höher ist der CO2-Anteil im Abgas. CO2 kann nicht gefiltert werden. Es ist der Hauptverursacher des Treibhauseffekts, der für negative Klimaveränderungen auf der Erde verantwortlich gemacht wird. Bei der Stromerzeugung entstehen in Deutschland rund 350 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, das sind 40 % der Gesamtemissionen. Damit ist die Stromerzeugung der Hauptverursacher von CO2. 

 

Stromlexikon D...

Dampfkraftwerk

Kraftwerk, das mit Hilfe von Dampfturbinen stromerzeugende Generatoren antreibt. Der zum Antrieb der Dampfturbinen benötigte Dampf kann durch fossile oder regenerative Biomasse/Energieträger erzeugt werden.

Diskriminierungsfreiheit

Monopoldienstleistungen wie der Netzbetrieb im Strom- oder Telekommunikationsmarkt müssen vom Monopolinhaber zu gleichen Konditionen Dritten angeboten werden. Aus der Nutzung des Netzes darf keinem Marktteilnehmer ein Vor- oder Nachteil entstehen.

Distribution Code (DC) - nicht zuverwechseln mit der Stromart DC

Vorläufige Regelung zur Nutzung der Netze, aus denen die Tarifkunden ihren Strom entnehmen. Der DC wurde von den Energieversorgungsunternehmen in Zusammen- arbeit mit der Vereinigung deutscher Elektrizitätswerke (VDEW) erarbeitet, ohne dass neue Händler in die Diskussion einbezogen wurden.

Doppeltarifzähler

Zähler, mit dem der Strom in zwei Zeiträumen gemessen werden kann. Damit besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Preise je Kilowattstunde für den Tag- und Nacht- verbrauch anzubieten. Der Strom, der am Tag verbraucht wird (in der Regel von 8.00-20.00 Uhr) wird Hochtarif genannt, der Nachtstrom Niedertarif.

Durchleitung

Fälschliche Bezeichnung für die Nutzung der Stromnetze. Strom "fließt" nicht tatsächlich von A nach B und wird deshalb auch nicht durchgeleitet. Die richtige Bezeichnung lautet "Netznutzung". 

Stromlexikon  E...

Endlager

Endgültige Lagerstätte für radioaktive Abfälle.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Zweck des Gesetzes ist eine möglichst sichere, preisgünstige und umweltverträgliche leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität und Gas im Interesse der Allgemeinheit. Durch das neue Energiewirtschaftsgesetz wurden im April 1998 die Gebietsmonopole im Bereich der Stromversorgung in Deutschland aufgehoben.

Erdgas

Fossiler, aus unterirdischen Lagerstätten geförderter Brennstoff. Erdgas ist im Vergleich zu Kohle und Erdöl ein umweltfreundlicher Energieträger, da er den geringsten Kohlenstoffgehalt unter allen fossilen Energieträgern aufweist. Damit führt Erdgas zu den geringsten CO2-Emissionen unter allen fossilen Brennstoffen.

erneuerbare Energien

>> regenerative Energien

Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Gesetz zur Förderung der regenerativen Stromerzeugung in Deutschland. Es verpflichtet Netzbetreiber, erhöhte Preise für regenerativ erzeugten Strom zu vergüten. Die Kostenbelastung wird zu gleichen Teilen auf alle Verbraucher umgelegt.

EVU

Energieversorgungsunternehmen 

Stromlexikon  F...

Fernwärme

Wärme, die bei der Stromerzeugung in Heiz- oder Blockheizkraftwerken entsteht und zum Heizen oder zu industriellen Zwecken verwendet wird. Die Verteilung erfolgt über Rohrleitungen. 
Fernwärmenetz 
Ein Rohrleitungssystem, das die Fernwärme mittels Dampf oder heißem Wasser zum Verbraucher leitet. 

Fotovoltaik

Stromerzeugung durch Sonnenenergie mit Hilfe von Solarzellen. Grundsubstanz der Solarzellen ist das Silizium, das aus Quarzsand (Siliziumoxid) gewonnen wird. Die Kristalle der Siliziumzellen wandeln Licht in elektrischen Strom um. Die kleinsten Energieträger des Lichts, die Photonen, setzen in den Siliziumkristallen Elektronen frei und verursachen dadurch elektrische Spannung. Man bezeichnet diesen Prozess als Fotovoltaik. 

Stromlexikon  G...

Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD-Kraftwerk)

 
Anlage zur Stromerzeugung, die die Restwärme von Abgasen einer Gasturbine zur Dampferzeugung und damit zum Antrieb einer Dampfturbine nutzt. GuD-Anlagen haben gegenüber konventionellen fossilen Dampfkraftwerken einen höheren Wirkungsgrad.

Generator

Maschine, die Bewegungsenergie in elektrische Energie (Strom) umwandelt 

Gigawatt

Einheit zur Leistungsmessung: 1 Gigawatt = 1.000 Megawatt = 1 Million Kilowatt = 1 Milliarde Watt 

Grundpreis

Vom Stromverbrauch unabhängige Strompreiskomponente. Der Grundpreis deckt feste Kosten wie Gebühren für Stromzähler, Ablesung und Abrechnung, Personalkosten usw. Er wird in Euro pro Monat berechnet und ebenfalls separat ausgewiesen.

Grüner Tarif

Fördermodell zur Unterstützung diverser energiewirtschaftlicher, umweltfreundlicher Investitionsvorhaben, z. B. Ausbau von Windparks. 

Stromlexikon  H...

Heizkraftwerk

Kraftwerk, das neben Elektrizität aus den zwangsläufig entstehenden Abwärmeströmen auch Fernwärme erzeugt und damit einen sehr hohen Wirkungsgrad ausweist. 
 

Stromlexikon  I...

folgt

Stromlexikon  J...

folgt

Stromlexikon  K...

Kernenergie

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAtomstrom

Kernkraftwerke

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterAtomkraftwerk

Kilowatt

Einheit zur Leistungsmessung: 1 kW = 1.000 Watt

Kilowattstunde

Die Kilowattstunde – kurz: kWh – ist die Maßeinheit der Energie. Mit 1 kWh kann man mit einem 1.000 Watt-Staubsauger 1 Stunde staubsaugen. 

Kohlendioxid

Öffnet einen internen Link im aktuellen FensterCO2

Konzessionsabgabe

Betrag, den die Gemeinden für Stromleitungen und Nutzungsrechte an Grund und Boden erheben, den die Stromleitungen durchqueren. Je nach Größe der Gemeinde variiert die Konzessionsabgabe zwischen 1,33 und 2,40 Cent/kWh zzgl. Mehrwertsteuer.

Kraft-Wärme-Kopplung / KWK 

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein Verfahren, bei dem durch die Verbrennung von fossilen oder regenerativen Brennstoffen Strom erzeugt und gleichzeitig die Abwärme der Turbinen oder Motoren als Fernwärme genutzt wird. KWK-Anlagen reduzieren im Vergleich zu herkömmlichen Technologien die Emissionen von CO2 und anderen Schadstoffen wie Schwefeldioxid und Stickoxiden um 30 bis 40 Prozent und sind daher ausgesprochen umweltfreundlich. 

Stromlexikon   L...

Leistungspreis

Mögliche Preiskomponente des Strompreises bei Industriekunden. Der Leistungspreis enthält Fixkosten des Netz- und Kraftwerksbetreibers. Bei Industriekunden richtet er sich nach den Höchstleistungen, die der Kunde abnimmt.

Liberalisierung

Unter Liberalisierung versteht man die Einführung marktwirtschaftlicher Bedingungen in ehemals monopolistisch regulierten Märkten. Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz von April 1998 sind die Gebietsmonopole im Bereich der Stromversorgung in Deutschland aufgehoben.

Linearer Tarif

Stromtarif, bei dem die Kosten linear nach jeder abgenommenen Kilowattstunde berechnet werden. Ein Grund- oder Leistungspreis fällt nicht an. 

Stromlexikon  M...

Megawatt

Einheit zur Leistungsmessung: 1 MW = 1.000 kW = 1 Millionen Watt

Musterlastprofil

Darstellung des Verlaufs des durchschnittlichen Stromverbrauchs eines statistischen Haushalts über 24 Stunden eines Tages. 

Stromlexikon  N...

Nachtspeicherheizung

Elektrische Heizung, die durch verbilligten Strom über Nacht aufgeheizt wird und die Wärme über Tag abgeben kann. Nachtspeicherheizungen haben einen niedrigen Wirkungsgrad und gelten als wenig umweltfreundlich.

Netzbetreiber

Unternehmen, das Stromnetze betreibt und u. a. für die Versorgungssicherheit der Stromversorgung in seinem Gebiet verantwortlich ist. Der Netzbetrieb ist ein Monopolmarkt und muss diskriminierungsfrei Dritten zur Verfügung gestellt werden.

Netznutzung

Ein Stromversorgungsunternehmen, das Kunden mit seinem Strom beliefert, nutzt gegen Bezahlung die vorhandenen Stromnetze der Netzbetreiber. Die Netzbetreiber müssen diesen Dritten den sog. Netzzugang diskriminierungsfrei gewähren.

Netzzugang

Voraussetzung für den liberalisierten Strommarkt ist der diskriminierungsfreie Zugang zu den bestehenden Stromnetzen.

Normlastprofil

>>Musterlastprofil

Stromlexikon  O...

Ökosteuer

Seit dem 1. April 1999 wird zum Einstieg in die ökologische Steuerreform eine Verbrauchssteuer für Strom erhoben. Sie ist unabhängig von der Erzeugungsart des gelieferten Stroms und beträgt z. Zt. 2,05 Cent pro Kilowattstunde. 

Stromlexikon  P...

Primärenergie

Unter Primärenergie versteht man Rohstoffe zur Energiegewinnung, die noch nicht technisch umgewandelt wurden: Braun- und Steinkohle, Öl, Erdgas, Uran, Wasserkraft, Windkraft, Sonne usw. 

Stromlexikon  R...

regenerative Energien

Sich erneuernde und, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern und Kernbrennstoffen, nicht-erschöpfbare Energieträger. Sie sind zudem klima- und umweltfreundlich, da mit ihrer Nutzung sehr viel geringere Umweltbelastungen verbunden sind und keine klimarelevanten Schadstoffe freigesetzt werden.

Regulierungsbehörde

Bis zum 1.7.2004 muss auch in Deutschland eine Regulierungsbehörde eingerichtet sein. Ab diesem Zeitpunkt werden die Verbändevereinbarungen durch klare Vorgaben einer Behörde abgelöst. Aufgabe der Regulierungsbehörde wird es sein, den diskriminierungs- freien Netzzugang durchzusetzen und angemessene Netzentgelte festzulegen.

Regelenergie / Regelleistung

Die Regelleistung (auch Regelenergie) gewährleistet die Versorgung der Verbraucher mit genügend elektrischer Energie in ausreichender Qualität bei unvorhergesehenen Ereignissen im Stromnetz. Dazu können kurzfristig Leistungsanpassungen bei regelfähigen Kraftwerken durchgeführt werden, schnell anlaufende Kraftwerke (z. B. Gasturbinenkraftwerke) gestartet oder Pumpspeicherwerke eingesetzt werden. Regelleistung bezieht sich dabei auf die gesamte Regelzone und ist daher von der Ausgleichsenergie abzugrenzen, mit der die Abweichung einzelner Bilanzkreise ausgeglichen wird.

Stromlexikon  S...

Schadstoffemissionen

Freisetzen von Schadstoffen in die Umwelt.

Solarenergie / Sonnenenergie

In der Sonne durch Kernfusion freigesetzte und von ihr abgestrahlte Energie. Solar- oder Sonnenenergie kann mit Hilfe von Fotovoltaikanlagen direkt in elektrischen Strom umgewandelt werden (-> Fotovoltaik).

Solarzelle

Solarzellen bestehen aus Silizium und wandeln Solarenergie direkt in elektrischen Strom um (-> Fotovoltaik).

Strombörse

Erzeuger, Händler und Versorger handeln an der Strombörse mit Strom. Der Preis richtet sich nach der aktuellen Marktlage. Die deutsche Strombörse sitzt in Leipzig.

Stromerzeuger 

Unternehmen, das Primärenergie in elektrischen Strom umwandelt. Stromerzeuger müssen kein eigenes Stromnetz besitzen. 

Stromlexikon   T...

Tarifkunde

Stromkunde mit relativ geringem Stromverbrauch. Zu den Tarifkunden zählen private Haushalte und kleinere Gewerbebetriebe.

Teilversorgung 

In liberalisierten Strommärkten können sich Kunden ihre Lieferanten selbst auswählen. Größere Kunden haben auch die Möglichkeit, sich für Teilbelieferungen zu entscheiden. Im Gegensatz dazu gibt es die Vollversorgung, die den gesamten Strombezug abdeckt.

Treibhauseffekt 

Der Treibhauseffekt kommt zustande, indem bestimmte Spurengase (Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan etc.) die Sonneneinstrahlung durch die Atmosphäre hindurchlassen, jedoch einen Großteil der Wärmeabstrahlung der Erde absorbieren und teilweise dorthin zurückstrahlen. Der Treibhauseffekt verändert den Strahlungshaushalt der Erde und wird für den langsamen Anstieg der globalen Mitteltemperatur und damit für die Veränderung des Klimas verantwortlich gemacht. >> CO2

Treibhausgase

Gase, die den Treibhauseffekt verursachen, z. B. Kohlendioxid, Methangas, Stickstoffmonoxid. 

Stromlexikon  U...

Umsatzsteuer

Der Verkauf von Strom ist, wie alle Waren, umsatzsteuerpflichtig. Ihre Stromrechnung enthält 19 % Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer).

Unbundling

Rechtliche und betriebliche Trennung der Geschäftsbereiche Erzeugung, Übertragung und Verteilung sowie Vertrieb in der Stromindustrie. Das Unbundling ist eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung des diskriminierungsfreien Netzzugangs. 

Stromlexikon  V...

VDEW

Vereinigung deutscher Elektrizitätswerke, Interessenverband der etablierten Stromversorger. 

Verbändevereinbarung

Die Verbändevereinbarung, ausgehandelt zwischen BDI (Bund deutscher Industrie), VIK (Verband der industriellen Kraftwirtschaft) und VDEW (Vereinigung deutscher Elektri- zitätswerke), regelt die Benutzung der Stromnetze zur Versorgung von industriellen Groß- und Haushaltskunden. Sie läuft Ende 2003 aus.

Verrechnungspreis

Preis, der vom Netzbetreiber für Messung, Zählerablesung und Abrechnung berechnet wird. 

Versorgungssicherheit 

Recht des Kunden auf lückenlose und sichere Stromversorgung. Die Versorgungs- sicherheit wird von dem jeweiligen Netzbetreiber garantiert.

Vollversorgung

Unter der Vollversorgung eines Kunden mit elektrischer Energie versteht man die mit dem Bedarf des Kunden zeitgleiche Stromerzeugung. Es wird also zu jeder Zeit immer genau die Menge an Strom in Leistung und Arbeit produziert und in das Stromnetz eingespeist, die der Kunde verbraucht. 

Stromlexikon  W...

Wasserkraftstrom

Mit Hilfe von Wasserkraft erzeugter Strom. Man unterscheidet Laufwasserkraftwerke und Speicherwasserkraftwerke (Stauseen). Nur 20 % der weltweit nutzbaren Wasserkraft- reserven werden heute genutzt. Trotzdem stammen bereits über 20 % des weltweit erzeugten Stroms aus Wasserkraft - das ist mehr, als Kernkraftwerke erzeugen (17 %).

Watt

Einheit für die Leistung (nach James Watt).

Windkraftwerk / Windkraftanlage

Anlage zur Gewinnung elektrischer Energie aus der natürlichen Strömungsenergie des Windes. 
Windstrom 
Strömungsenergie des Windes. Windströmungen enthalten Bewegungsenergie. Wind kann daher Arbeit verrichten, z. B. den Rotor einer Windkraftanlage antreiben.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt an, wieviel nutzbare Energie bei einer Umwandlung von einer Energieart in eine andere übrig bleibt. 

Stromlexikon  Ü...

Überspannung

ist eine elektrische Spannung in elektrischen Systemen, die den Toleranzbereich deren Nennspannung überschreitet. Überspannungen führen zu einem Störfall, wenn sie Bauelemente oder Bestandteile der Anlagen zerstören; sie können auch Sicherungen auslösen und dadurch Versorgungsausfälle verursachen. Überspannungen können symmetrisch (d.h. zwischen beiden Zuleitungen) oder unsymmetrisch (beide Zuleitungen führen Überspannung gegen Erde) auftreten.

Übertragungsnetzbetreiber  (ÜNB)

Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB, engl. Transmission System Operator, kurz TSO) sind Dienstleistungsunternehmen, welche die Infrastruktur der überregionalen Stromnetze zur elektrischen Energieübertragung operativ betreiben, für bedarfsgerechte Instandhaltung und Dimensionierung sorgen und Stromhändlern/-lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zu diesen Netzen gewähren. Darüber hinaus haben sie die Aufgabe, bei Bedarf Regelenergie zu beschaffen und dem System zur Verfügung zu stellen, um Netzschwankungen, welche sich durch ein Missverhältnis zwischen zu einem Zeitpunkt erzeugter und verbrauchter elektrischer Energie ergeben, möglichst gering zu halten.

Das Übertragungsnetz

ist ein Hochspannungsnetz. Es dient dem Transport elektrischer Energie über große Entfernungen.In Deutschland sind die Hochspannungsleitungen der Spannungsebenen 220 kV und 380 kV im Wesentlichen Eigentum der vier Übertragungsnetzbetreiber E.ON, Vattenfall, RWE Transportnetz Strom und EnBW.

 

Stromlexikon Y...

folgt...

Stromlexikon  Z...

Zählertarif

An den jeweiligen Netzbetreiber zu entrichtende Mietgebühr für den Stromzähler. Darin enthalten ist auch die Übermittlung der Zählerstände zur Abrechnung des Verbrauchs.

Zweitarifzähler

Weiterhin gibt es Stromzähler mit zwei Zählwerken arbeiten, um unterschiedliche Tarife abrechnen zu können. Zwischen diesen Zählwerken wird durch eingebaute oder externe Rundsteuerempfänger (die durch zentrale Rundsteueranlagen im Energieversorgungsunternehmen gesteuert werden) oder durch Tarifschaltuhren entsprechend umgeschaltet. Bei Tarifkunden in Deutschland, zum Beispiel privaten Haushalten, wird die Ausführung mit zwei Tarifzählwerken eingesetzt. Dies geschieht hauptsächlich, um in den so genannten Schwachlastphasen, hauptsächlich nachmittags und in der Nacht, für elektrische betriebene Wärmespeicherheizungen die Energie preisvergünstigt anbieten zu können. Bei Sondervertragskunden (Industrie) sind weitere Zählwerke, auch für die Leistungserfassung, gebräuchlich. Jedoch wird hier nach und nach auf elektronische Zähler mit einer Aufzeichnung des Lastgangs umgestellt. Somit kann die Tarifierung ohne Eingriff in den Zähler verändert werden, es werden im Zähler keine getrennten Zählwerke mehr benötigt.

 

Stromlexikon  Ö...

Ökosteuer

Seit dem 1. April 1999 wird zum Einstieg in die ökologische Steuerreform eine Verbrauchssteuer für Strom erhoben. Sie ist unabhängig von der Erzeugungsart des gelieferten Stroms und beträgt z. Zt. 2,05 Cent pro Kilowattstunde. 

Stromanbieter mit 0-9...

230V

Ist die Nennspannung für eine Phase gegen Erde gemessen im "normalen Stromnetz" oft auch als "Lichtstrom" bezeichnet.

400V

Ist die Nennspannung im "Drehstromnetz" von einer Phase zu einer der 3 Phasen gemessen. Diese 3 Phasen sind jeweils 120° Phasenverschoben. Oft auch als "Kraftstrom" bezeichnet

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