Stromversorgung
Der elektrischer Strom wird in den verschiedensten Anlagen wie:
- Wasserkraftwerken
- Kernkraftwerken und anderen konventionellen Wärmekraftwerken
- Windkraftanlagen
- Photovoltaikanlagen
- Biomasseanlagen
aus den unterschiedlichsten Energieträgern erzeugt.
Diese Anlagen wandeln verschiedene Energieformen in elektrische Energie um.
Die elektrische Energie wird weltweit zum überwiegenden Teil aus kinetischer Energie in Form von Rotationsenergie gewonnen. Die Ausnahmen sind Systeme, die elektrische Energie direkt aus einer anderen Energieform gewinnen (Photovoltaik, Galvanische Zelle, Brennstoffzelle, Thermoionischer Generator, Thermoelektrischer Generator, ...).
Hierfür werden Generatoren eingesetzt. Diese werden meistens durch Turbinen angetrieben, welche die Bewegung einer Strömung in die für einen Generator benötigte Rotation umwandeln. Generatoren können zur Stromerzeugung auch durch Verbrennungsmotoren, Stirlingmotoren oder Muskelkraft angetrieben werden.
Die Stromerzeugung wird größtenteils durch Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) geleistet, die die so genannte allgemeine Elektrizitätsversorgung gemäß dem Energiewirtschaftsgesetz sicherstellen.
Für die Stromerzeugung in Deutschland kommt ein breiter Energiemix aus Kernenergie, Stein- und Braunkohle, Erdgas, Erdöl, Wasserkraft und erneuerbaren Energien zur Anwendung.
Die in den Kraftwerken erzeugte elektrische Energie muss aber auch zum Energieverbraucher geleitet werden. Hierzu steht ein Übertragungsnetz zur Verfügung, das den Strom vom Erzeuger zu den Verbrauchsschwerpunkten transportiert. Elektrische Energie kann bisher nicht in größerem Umfang gespeichert werden. Deshalb muss sie je nach Bedarf unmittelbar erzeugt und verbraucht werden. Dies setzt voraus, dass der Strom in den Stromnetzen permanent fließt, damit die Netze stabil bleiben und die Verbraucher bedarfsgerecht versorgt werden können.
Zusammensetzung des deutschen Strom´s
Braun- und Steinkohle
Knapp die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms wird in Kohlekraftwerken erzeugt. Im Vergleich zu allen anderen Energieträgern verursacht der fossile Energieträger Kohle die mit Abstand höchsten CO2-Emissionen.
Kernenergie
26 % des Stroms kommt aus Atomkraftwerken. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist beschlossen und gesetzlich verankert: Im Jahr 2025 soll das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen.
Regenerative Energien
Der Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien wie Wasser, Wind, Biomasse und Fotovoltaik wird gesetzlich gefördert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz verpflichtet jeden Stromanbieter zur Abnahme von EEG-Strom in Höhe von derzeit rund 12 % seines Gesamtabsatzes.
Erdgas
Erdgas gilt als der sauberste fossile Energieträger, weil er im Vergleich zu Kohle und Erdöl den geringsten Kohlenstoffgehalt aufweist und damit die relativ geringsten CO2-Emissionen verursacht.
Heizöl
Heizöl spielt bei der Stromerzeugung in Deutschland kaum eine Rolle.
* Zusätzlich zu den vollständig regenerativ beschafften Strommengen kann es stundenweise notwendig sein, geringe Mengen Stroms undefinierter Herkunft zu beziehen. Damit werden kurzzeitige Abweichungen zwischen der Bedarfsprognose und dem tatsächlichen Verbrauch der Kunden ausgeglichen. LichtBlick wird diesen Bezug durch eine Einspeisung von zusätzlicher regenerativer Energie zu anderen Stunden ausgleichen.
Verteilung des Stroms auf die Kraftwerke
So verteilt sich die Stromerzeugung auf die einzelnen Kraftwerktypen.
Bruttoleistung der Kraftwerke in Deutschland im Jahre 2005 | ||||
Kraftwerkstyp | Bruttoleistung in MW | %-Anteil | Wirkungsgrad | Erntefaktor |
Steinkohlekraftwerke | 26.661 | 21,875 % | ca. 45 % | 0,40–0,45 |
Kernkraftwerke | 21.346 | 17,514 % | ca. 45 % | 0,30–0,35 |
Gasturbinenkraftwerke | 20.235 | 16,602 % | ca. 45 % | 0,40–0,45 |
Braunkohlekraftwerke | 19.981 | 16,394 % | ca. 40 % | 0,30–0,40 |
18.428 | 15,120 % | bis 50 % | 10–50 | |
8.763 | 7,189 % | n. def. | 40–200 | |
Sonstige Kraftwerke | 6.464 | 5,303 % | n. def. | n. def. |
Gesamt | 121.878 | (gerundet) 100 % | n. def. | n. def. |
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