Stromanbieter vergleichen aber richtig
Es gibt zum Thema Tarifvergleich im Internet jedoch einiges zu klären.
Generell ist ein Vergleich des Anbieters sinnvoll. Es gibt zahlreiche Tarifvergleichseiten im deutschsprachigen Internet. Diese sind leider meist sehr überladen mit Werbung und Kleinanzeigen - dies stellt eine sichere zusätzliche Einnahmequelle dar, auf Kosten der Übersichtlichkeit. Manch andere Seiten bieten gleich Tarifvergleiche in mehreren Richtungen an - Strom, Gas, Handy, Telefon etc. - Dies bietet natürlich wiederum eine "Breitbandverdienstmöglichkeit" . Wäre es nicht sinnvoll sich auf ein Angebot zu spezialisieren und sich darauf zu konzentrieren? Auffallend ist leider auch das zu oft mit einem riesigen Angebot an Stromversorgern geworben wird - die Anzahl der Versorger zu denen gewechselt werden kann, übersteigt jedoch meist nicht eine Hand voll und die restlichen Versorger fristen Ihr Dasein lediglich als Datenbankfüller .
Bei genauerem Betrachten der "TOP-Tarife" fällt wiederum auf, dass oft ein Abschlussbonus gegen den Jahresstrompreis gegen gerechnet wird. So rück natürlich dieser Anbieter der dem Kunden einen Bonus von z.B. 50 Euro zahlt wesentlich weiter nach oben in der Angebotstabelle. Leider wird solch ein Bonus erst bei Vertragsende oder bei der Jahresendabrechnung dem Kunden gegen gerechnet - sollte der Kunde also nach einem halben Jahr den Versorger erneut wechseln, weil es der Mark hergibt, bleibt der Bonus bei dem jeweiligen Energieversorger.
Oft wird auch suggeriert, dass die Betreiber der Stromvergleichsseiten in direktem Kontakt mit den Stromversorgern stehen - die Tatsache, dass auf diesen Seiten nur zu Anbietern gewechselt werden kann, welche mit Partnerprogrammen arbeiten, lässt dies bezweifeln. Bei diesen Stromversorgern kann jeder Webseitenbetreiber ein Onlineformular ausfüllen und Vermittlungspartner werden - dieser bekommt dann pro akquirierten Kunden eine Provision vom Stromversorger.
Sollten sich dann dieser Anbieter relativ weit oben im Tarifrechner finden, ist die Chance sehr hoch, dass der Potenzielle Kunde zu dem Anbieter wechselt - somit ist die Provision dem Webseitenbetreiber gesichert. Eine weitere nicht zu unterschätzende Einnahmequelle ist das weitergeben von "Leads" - ein Lead ist ein kompletter Datensatz des Kunden z.B. Name, Adresse, Email, Telefon und für was sich der Kunde interessiert. Gibt also der Internetuser einen Datensatz zu einem bestimmten Thema ein (z.B. Strom), gibt es die Möglichkeit diesen Datensatz an Interessenten (Partnerunternehmen) weiterzugeben (gegen ein Entgelt), welcher dann wiederum den potenziellen Kunden direkt ansprechen kann. Bei Zweifel empfiehlt es sich, die ABG des Webseitenbetreibers zu lesen.
Es liegt uns fern Betreibern solcher Seiten schaden zu wollen - dies spiegelt nur die gängige Internetpraxis dar.
EnPrimus.de hat jedoch eine andere Auffassung zu objektiver Kundenbetreuung und ehrlichem Umgang mit dem Kunden.




