Bundestag bringt Solar-Gesetze auf den Weg
Beide Gesetze werden nach Einschätzung des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar) in den nächsten Jahren den Ausbau der Photovoltaik und Solarthermie in Deutschland weiter vorantreiben und damit von zentraler Bedeutung für das Erreichen der Klimaschutzziele sein. Gleichzeitig sichern sie Deutschlands Spitzenposition auf dem weltweit boomenden Solarmarkt und sorgen mittel- bis langfristig für sinkende Energiepreise und damit für erhebliche Kostenentlastungen bei den Bürgern.
Nach Ansicht des BSW-Solar wird mit der Neuregelung des EEG, welche ein schnelleres Absinken der Vergütungshöhen für Solarstrom vorsieht, ein massiver Innovationsdruck auf die Unternehmen ausgeübt. Um den Marktausbau nicht zu gefährden, müssen nun erhebliche Anstrengungen in Forschung und Entwicklung unternommen werden, um die Produktionskosten stärker als bisher zu senken. In den nächsten drei Jahren investiert die deutsche Solarbranche deshalb über sieben Milliarden Euro in den Ausbau ihrer Solarfabriken und im Forschungs- und Entwicklungsbereich. Dabei werden etwa 10.000 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen.
Im Wärmebereich gibt es mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz erstmals verbindliche Vorgaben für den Einsatz von regenerativen Wärmeerzeugern in Neubauten. So können beispielsweise Solarkollektoren zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden, um der Baupflicht nachzukommen. Eine entsprechende Verpflichtung für den Wohnungsbestand wurde bedauerlicherweise von Seiten der Wohnungswirtschaft und den Hauseigentümerverbänden verhindert. Erfreulicherweise werden jedoch die Fördermittel für das Marktanreizprogramm auf bis zu 500 Mio. Euro jährlich aufgestockt, um auch im Wohnungsbestand nachhaltige Impulse zum Einsatz der klimafreundlichen Erneuerbaren Energien zu setzen.
Insbesondere der Ausbau der Photovoltaik wird immer stärker dazu beitragen, die Bürger vor explosionsartig steigenden Energiekosten zu schützen. Bereits jetzt können sich Verbraucher mit Solarwärmeanlagen vor explodierenden Öl- und Gaskosten schützen. Erst jüngst veröffentlichte das Umweltministerium in diesem Zusammenhang eine Prognose, wonach die Gaspreise in Deutschland bis Ende des Jahres um 40 Prozent steigen könnten. Aber auch Solarstrom wird sich künftig als kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Steckdosenstrom etablieren und zeigt damit einen Ausweg aus der Strom-Kostenfalle auf. Langfristig werde Solarenergie 25 bis 30 Prozent des deutschen Strom- und Wärmebedarfs decken, so die Prognosen des BSW-Solar. Heute seien bereits 1,5 Millionen Solaranlagen in Deutschland in Betrieb. Beide Neuregelungen werden zum 1. Januar 2009 wirksam.





